Rückblick auf das Vereinsjahr 2008:
Unterstützung von armutsbetroffenen
Familien, deren Mütter oftmals
körperlich schwer behindert sind
Die
IG Sozialhilfe ist ein politisch und
konfessionell unabhängiger,
gemeinnütziger und steuerbefreiter
Verein und finanziert sich
ausschliesslich durch private
SpenderInnen. Sämtliche Leistungen
und Aktivitäten beruhen auf
gegenseitiger Freiwilligkeit.
Die
IG Sozialhilfe wurde im März 1994
mit dem Ziel gegründet, die
Lebensbedingungen von
armutsbetroffenen Menschen –
Einheimischen und AusländerInnen –
in der Schweiz zu verbessern und die
Öffentlichkeit für die Armut in der
Schweiz zu sensibilisieren.
Das
Besondere der IG Sozialhilfe ist die
Zusammen- und Mitarbeit von
Armutsbetroffenen auf allen Ebenen.
Der gemeinnützige Verein ist
parteipolitisch unabhängig, steht
aber politisch klar auf der Seite
der Armutsbetroffenen.
Ein
wesentlicher Teil der Aktivitäten
der IG Sozialhilfe wird durch
ehrenamtliche solidarische Arbeit
geleistet: Freiwillige Berufsleute
und Armutsbetroffene setzten sich
auch 2008 engagiert für die
Vereinstätigkeit ein (allen
herzlichen Dank für die solidarische
Mitarbeit in allen Bereichen):
Insbesondere wird die
Öffentlichkeitsarbeit
(Veranstaltungen, die Gestaltung
sowie Aufdatierung unserer Website
und der IG Sozialhilfe-Zeitung)
durch solidarische Arbeit geleistet.
Schwerpunkt in diesem Jahr waren die
vermehrten Unterstützungsleistungen
für armutsbetroffene Familien:
Oftmals gerät die ganze Familie
durch eine schwere Behinderung der
Mütter in Armut, weil die IV –
insbesondere nach der Inkraftsetzung
der fünften Revision – Neuanträge
für Renten auch in begründeten
Fällen ablehnt. Hier ein Bericht
sowie ein Briefausschnitt von
Müttern:
„Die
IG Sozialhilfe hat uns nach einem
Hilferuf per Mail sofort geholfen:
Das Sozialamt half uns nicht und wir
hatten kaum noch zu essen. Unsere
Lebenssituation war unzumutbar. Als
allein erziehende Mutter von drei
Söhnen wurden wir in U. gemobbt.
Meine Söhne hatten Angst, in die
Schule zu gehen. Mein Ältester wurde
von zwei Jugendlichen verschlagen,
dass wir Anzeige erstatten mussten.
Der kleinste hatte eine Lehrerin,
die per ‚Körpersprache’
unterrichtete. Zudem wurde ich
innert eines halben Jahres drei Mal
operiert, sodass der mittlere Sohn
aus Sorge in der Schule nachliess.
Die soziale Situation in der
Siedlung,
wo
wir wohnten, war unerträglich. Die
IG Sozialhilfe ermöglichte uns einen
Umzug in eine geeignete
41/2-Zimmerwohnung im Rahmen des
Wohnprojektes. Meine Probleme,
Ängste und Sorgen wurden ernst
genommen. Ich habe neues Vertrauen
gefasst und bin jetzt in Zürich bei
Schmerzspezialisten in Behandlung.
Wir erholen uns jetzt von allem, was
uns widerfahren ist, und sehen
hoffnungsvoll der Zukunft entgegen.
Es geht aufwärts, endlich aufwärts!
Die IG Sozialhilfe gibt mir die
Möglichkeit, mich wieder als
vollwertigen Menschen zu fühlen.
Kein Gerede, kein Hinhalten, sie
sind für uns da und helfen. Wir
danken von ganzem Herzen.“
(Bericht einer allein erziehenden,
körperlich schwer behinderten Mutter
von drei Schulkindern)
„Ich
möchte Ihnen meine Dankbarkeit
ausdrücken und Ihnen und Ihren
Mitarbeitern aus tiefstem Herzen
danken. Es ist mir wichtig, Ihnen
mitzuteilen, dass Ihre noble Geste,
die Sie mir haben zukommen lassen
(und auch vielen anderen Mensche,
die in Not sind), für mich und meine
Kinder nicht nur eine wertvolle
Hilfe gewesen ist, sondern dass mir
richtig warm ums Herz geworden ist.
Dieses Gefühl habe ich seit langer
Zeit nicht mehr gehabt.“
(Auszug aus einem Brief einer allein
erziehenden, armutsbetroffenen
Mutter von zwei kleinen Kindern)
1. Soziale Begleitung und Betreuung
Langzeitbetreuung
Die
Unterstützung und Begleitung von
armutsbetroffenen, chronisch kranken
und behinderten
SozialhilfebezügerInnen sowie
IV-RentnerInnen machten einen
grossen Teil der Arbeit des Vereins
aus. Viele wurden in ihrer Kindheit
schwer misshandelt, sexuell
ausgebeutet und leben von jeher sehr
arm und randständig: Sie waren nie
in die Gesellschaft integriert.
Behutsam gilt es, realistische
Perspektiven zu erarbeiten und diese
verletzten Menschen über Jahre
nachhaltig zu begleiten. Die
Schwellen zur öffentlichen
Sozialhilfe für schwer kranke
Menschen sind derart hoch, dass sie
intensive Begleitung brauchen, um
die ihnen zustehenden öffentlichen
Sozialhilfeleistungen beantragen zu
können.
Im
Widerspruch zu den Normen der
Leistungs- und
Wohlstandsgesellschaft sind folgende
Kriterien Richtschnur für diejenigen
Menschen, denen wir Unterstützung
gewähren (mindestens 50% der
Kriterien sollten zutreffen):
-
das Leben verbessern wollen und
Hilfe annehmen können
-
der eigene Wunsch, begleitet zu
werden
-
Familien mit Kindern in sehr
prekärer, unzumutbarer Wohnsituation
-
fehlende persönliche Ressourcen für
Betreuungsangebote anderer
Institutionen
-
chronifizierte physische und/oder
psychische Krankheit
(Erwerbsarbeitsunfähigkeit)
-
Opfer sexueller
Ausbeutung/brachialer Gewalt
-
keine tragenden Familienangehörige
und/oder FreundInnen
-
kein stützendes soziales Umfeld
-
bestehende oder bevorstehende
Verwahrlosung/Verelendung
Ziele
der Langzeitbegleitung ist die
konkrete Umsetzung gesundheitlicher
und sozialer Verbesserungen sowie
Stabilisierung der gesamten
psychischen und sozialen
Lebenssituation. Im Gegensatz zu
anderen Institutionen ist die
persönliche Bezugsperson der IG
Sozialhilfe für sämtliche Bereiche
zuständig, regelt die finanziellen
Erfordernisse und zieht bei Bedarf
weitere Fachleute zu.
Menschenwürdiges Wohnen –
selbstbestimmtes Wohnen
Voraussetzung für die Aufnahme in
das IG Sozialhilfe-Wohnprojekt ist
der Bezug von Sozialhile und/oder
IV-Rente mit Zusatzleistungen (oder
zumindest den theoretischen Anspruch
darauf). Im Gegenzug verpflichtet
sich der/die MieterIn, dass die
Miete direkt vom Amt an unseren
Verein überwiesen wird oder die IG
Sozialhilfe bei Bedarf die gesamte
persönliche Finanzverwaltung
übernimmt. So ist dafür gesorgt,
dass die Mieten der von uns
vermieteten Wohnungen immer bezahlt
werden. Auf diese Weise können wir
eine beschränkte Anzahl von
Wohnungen an armutsbetroffene
Menschen vermieten, die wir auch
kontinuierlich begleiten und
unterstützen.
Anfangs Jahr 2008 hat die IG
Sozialhilfe ein zusätzliches Zimmer
für eine obdachlose, kranke
IV-Rentnerin gemietet. Wegen des
immensen Mangels an günstigem
Wohnraum fand der Verein für sie
keine Wohnung.
Im
Herbst hat die IG Sozialhilfe zum
ersten Mal eine Familienwohnung
gemietet und einer allein
erziehenden körperlich schwer
kranken Mutter mit ihren drei Söhnen
weiter vermietet. Im Spätherbst nahm
die Familie ein weiteres Kind auf
(ein Schulkollege eines
Familienmitgliedes), sodass jetzt
fünf Personen in dieser Wohnung
leben.
Ebenfalls im Spätherbst verstarb
nach langer schwerer Krankheit ein
Mieter. Seine Freundin entschloss
sich, für eine Langzeittherapie in
eine psychiatrische Einrichtung zu
gehen.
Dieses Jahr lebten insgesamt 16
Personen in Wohnungen der IG
Sozialhilfe: In sieben
Kleinwohnungen und einem Zimmer
lebten neun Erwachsene, in einer
3-Zimmerwohnung ein Paar und in
einer 4½-Zimmerwohnung eine Mutter
mit vier Kindern.
Über Jahre Vertrauensperson und
Beraterin
Die
Präsidentin der IG Sozialhilfe,
Branka Goldstein, begleitet und
berät einen Kreis von
armutsbetroffenen Menschen, Familien
und Einzelpersonen aus verschiedenen
Regionen der Schweiz als langjährige
Vertrauens- und Bezugsperson. Seit
Jahren ist sie mit ihnen in
regelmässigem Kontakt und steht
ihnen mit Rat und Tat bei. Diese
kontinuierliche Begleitung wirkt
stabilisierend: Es ist für diese
Menschen ganz wichtig zu wissen,
dass sie eine Bezugsperson haben und
in Notfällen nicht allein gelassen
werden. So organisierte Branka
Goldstein diesen Sommer auch den
Umzug einer sieben Mitglieder
umfassenden Familie in der
Innerschweiz in einen anderen
Kanton, weil das von ihnen bewohnte
Haus verkauft werden sollte. Die
Kosten des Umzuges wurden von
Stiftungen gedeckt, die von der IG
Sozialhilfe angefragt wurden.
Telefonische Kurzberatung oder
Beratung per E-Mail
Der
Bedarf an Informationen über die
Sozialhilfe ist zurzeit gross –
sowohl von Armutsbetroffenen als
auch von deren Angehörigen oder
freiwilligen HelferInnen. Viele
möchten von einer neutralen
Auskunftststelle wissen, was sie
zugut haben und welche Rechte ihnen
zustehen. Die Logik der Ämter sowie
die Anwendung der Richtlinien der
Schweizerischen Konferenz für
öffentliche Sozialhilfe einerseits
und der Alltag von vielen
SozialhilfebezügerInnen andererseits
ergeben immer wieder Anlass zu
vielen Fragen. Darum ist es wichtig
für die persönliche
Entscheidungsfindung, sich von einer
unabhängigen Stelle wie der IG
Sozialhilfe informieren und beraten
lassen zu können.
Juristische Betreuung
Im
Rahmen der diversen Begleitungen und
Betreuungen oder der telefonischen
Kurzberatung gibt es immer wieder
rechtliche Fragen, die von einem
Anwalt oder einer Anwältin zu klären
sind. Diese/r verfasst entsprechende
Einsprachen und Rekurse gegen die IV
und Sozialämter, damit die
Armutsbetroffenen ihre Rechte
wahrnehmen und durchsetzen können.
Die erste Abklärung, ob ein
Rechtsanwalt nötig ist, wickelt sich
über das Beratungstelefon ab. Bei
Rekurs oder Gerichtsverfahren
beantragt der Anwalt oder die
Anwältin in der Regel unentgeltliche
Prozessführung, was auch meistens
gewährt wird. In ganz besonderen
Fällen, wenn es um die Existenz
einer ganzen Familie geht und der
Rechtsweg durchaus Erfolg
verspricht, leistete die IG
Sozialhilfe subsidiäre
Kostengutsprachen, das heisst, der
Verein leistete Vorschuss, bis die
unentgeltliche Rechtspflege zum Zuge
kommt und den Betrag zurück bezahlt.
2. Materielle Direkthilfe
Grundsätzlich leistet die IG
Sozialhilfe nur materielle
Direkthilfe an Menschen, die durch
ihre Krankheiten und Behinderungen
gar keine andere Möglichkeit haben,
zusätzliche finanzielle Mittel zu
erhalten. Materielle Direkthilfe
gewährt die IG Sozialhilfe nur dort,
wo sämtliche andere Unterstützungs-
und Rechtsansprüche ausgeschöpft
sind. Zweitens muss die materielle
Direkthilfe zwingend zur
persönlichen
Lebensqualitätsverbesserung dienen,
d.h. die Grundversorgung und die
sozialen Menschenrechte
gewährleisten. Selbstverständlich
klärt die IG Sozialhilfe immer sehr
genau die finanzielle Situation der
Betroffenen ab. Darüber hinaus hat
die IG Sozialhilfe wieder
Lebensmittelkarten für die Abgabe
von Lebensmitteln des Vereins
TISCHLEIN DECK DICH an
Armutsbetroffene ausgestellt.
Auch dieses Jahr ist es der IG
Sozialhilfe gelungen, einen Teil
dieser Unterstützungsleistungen
durch Gesuche an Hilfswerke und
Stiftungen wieder zurückerstattet zu
bekommen.
In
diesem Zusammenhang dankt die IG
Sozialhilfe – auch im Namen der
Armutsbetroffenen Menschen – ganz
herzlich folgenden Stiftungen für
deren Unterstützung von insgesamt
Fr. 69’016.- im Rahmen der
Direkthilfe:
-
-
Alfred und Bertha
Zangger-Weber-Stiftung,
Riedikon/Uster, ZH
-
-
August Weismann
Fürsorgestiftung, Thalwil, ZH
-
-
Buchmann-Kollbrunner-Stiftung,
Winterthur
-
-
Cassinelli-Vogel-Stiftung,
Zürich
-
-
Dora
Grob-Reinhart-Stiftung,
Winterthur
-
-
Familien-Vontobel-Stiftung,
Zürich
-
-
Fonds Nothilfe Schweiz
des Schweizerischen
Arbeiterhilfswerkes, SAH, Zürich
-
-
Geschwister Albert und
Ida Beer-Stiftung, Zürich
-
-
Hilfsgesellschaft in
Zürich und Winterthur
-
-
Lina
Müller-Meier-Stiftung, Zürich
-
-
Solidaritätsfonds für
Mutter und Kind, das Sozialwerk
des Schweizerischen Katholischen
Frauenbundes, SKF, Luzern
-
-
Stiftung Humanitas,
Zofingen
-
-
Stiftung SOS Beobachter,
Zürich
-
-
St. Nikolaus-Gesellschaft
der Stadt Zürich
3. Öffentlichkeitsarbeit
Zusammenarbeit mit anderen
Organisationen
In
der Zusammenarbeit mit anderen
Organisationen zeichnete sich dieses
Jahr sehr klar ab, dass die IG
Sozialhilfe keine reine
Selbsthilfegruppe mehr ist, sondern
sich zu einer kleinen NGO entwickelt
hat. Trotzdem war die Zusammenarbeit
mit Betroffenen-Organisationen sehr
zentral: Anlässlich des Welttages
zur Überwindung von Armut am 17.
Oktober 2008 hat die IG Sozialhilfe
mit KABBA, dem Komitee der
Arbeitslosen und Armutsbetroffenen
Bern, gemeinsam die Kundgebung auf
dem Münsterplatz in Bern
organisiert. Langjährige und
solidarische Freundschaft pflegt die
IG Sozialhilfe mit der
Selbsthilfegruppe von
SozialhilfebezügerInnen und
IV-RentnerInnen in Basel. Dank der
Kundgebung am 17. Oktober 2008
konnte die IG Sozialhilfe Kontakte
mit Amnesty International, Schweiz,
knüpfen. Die langjährige
Freundschaft mit der Bewegung ATD
Vierte Welt bewährte sich auch
dieses Jahr. Die Helfer- und
Schlüter-Stiftung in Bern
unterstützte die IG Sozialhilfe mit
einer grosszügigen Jahresendspende.
Die Website – www.ig-sozialhilfe.ch
In
ehrenamtlicher Solidaritätsarbeit
wird die Website der IG Sozialhilfe
betrieben: Durchschnittlich
besuchten uns jeden Tag über
dreissig Interessierte, also rund
50% mehr als im letzten Jahr.
Artikel der IG Sozialhilfe in
anderen Zeitungen
Immer
wieder werden Artikel aus der IG
Sozialhilfe-Zeitung von anderen
Zeitungen und Zeitschriften
abgedruckt. Zudem wird die IG
Sozialhilfe-Zeitung oftmals in
Diplomarbeiten der Fachhochschulen
für Soziale Arbeit zitiert
Veranstaltungen
Um
über die Lebenssituation und
Sichtweise von Armutsbetroffenen im
Besonderen und die Arbeit der
Sozialhilfe im Allgemeinen zu
berichten, organisierte die IG
Sozialhilfe Veranstaltungen oder
wurde zu folgenden Anlässen
eingeladen:
Podiumsteilnahme bei der
Erfreulichen Universität, St. Gallen
Am
18. März 2008 wurde zum Thema
Missbrauchsdebatte in der
Sozialhilfe aus unterschiedlichen
Blickwinkeln im Rahmen der
Erfreulichen Universität, eine Art
Volkshochschule, debattiert.
17. Oktober 2008, Welttag zur
Überwindung von Armut und
Ausgrenzung
Die
IG Sozialhilfe organisierte zusammen
mit dem KABBA die Kundgebung zu
diesem Tag auf dem Münsterplatz in
Bern: Aus der ganzen Deutschschweiz
reisten armutsbetroffene und
solidarische Menschen an und nahmen
an der Kundgebung teil.
Petition anlässlich der Kundgebung
vom 17. Oktober 2008
Am
Schluss der Kundgebung vom17.10.2008
wurde eine Petition verabschiedet,
die von der IG Sozialhilfe verfasst
wurde: Sie enthält zentrale
Forderungen zur Verbesserung der
Lebenssituation der
SozialhilfeempfängerInnen. Die
Petition ist an Herrn Bundesrat
Pascal Couchepin und die Kommission
für soziale Sicherheit und
Gesundheit des National- und
Ständerates gerichtet. Wie die
Sekretärin für Rechtsfragen im
Bestätigungsschreiben Ende Oktober
2008 der IG Sozialhilfe mitteilte,
werden sich die eidgenössischen Räte
damit befassen. Bundespräsident
Couchepin schrieb der IG Sozialhilfe
Ende November 2008: „…soll eine
breite öffentliche Diskussion zu den
vorgeschlagenen Massnahmen
stattfinden, in welche auch die von
Ihnen erhobenen Forderungen Eingang
finden können“.
Gast bei der geleiteten
Selbsthilfegruppe der Kirchgemeinde
St. Jakob, Zürich
Am 9.
Dezember 2008 war die IG Sozialhilfe
bei der Selbsthilfegruppe der
Kirchgemeine St. Jakob zu Gast. Frau
Branka Goldstein traf auf eine
Gruppe von sehr interessierten
Langzeitarbeitslosen. Betroffen über
das Leid der Menschen, die die IG
Sozialhilfe begleitet und betreut,
wurden zahlreiche Fragen
hauptsächlich zur Betreuungsarbeit
gestellt.
Information- und
Diskussions-Veranstaltung der IG
Sozialhilfe
Am
11. Dezember 2008 fand zum vierten
Mal unsere Veranstaltung zum
Jahresende statt: Anschliessend an
das gemeinsame Abendessen wurde über
soziale Rechte in der
Bundesverfassung informiert. Die
lebhafte Diskussion und der
gemütliche Rahmen regten viele
SozialhilfebezügerInnen an,
persönliche Fragen zu stellen.
IG
Sozialhilfe Zeitung
Auch
dieses Jahr erschien unsere Zeitung
am 1. Mai mit grundsätzlichen
Stellungnahmen zur Sozialpolitik.
Schwerpunkt der Zeitung waren die
Sozialhilfe sowie die Sparpolitik
auf dem Buckel der
Armutsbetroffenen. Zudem wurde die
Stellungnahme der IG Sozialhilfe zum
Grundeinkommen veröffentlicht. Die
Zeitung, Nummer dreizehn, kann
weiterhin bestellt werden.
Zeitungsverkauf
Am
ersten Verkaufstag gelang der IG
Sozialhilfe und deren
SympathisantInnen ein Riesenerfolg:
Über 1’000 Zeitungen wurden in
folgenden 23 Städten verkauft:
Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Olten,
Wohlen, Basel, Sissach, Bern,
Luzern, Schaffhausen, Rapperswil,
Richterswil, Uster, Bülach,
Dietikon, Walenstadt, Winterthur,
Wil, Rorschach, St. Gallen, Chur und
Zürich.
4.
Betreuungsstatistik der Arbeit der
IG Sozialhilfe 2008

Der
Grund für die vermehrten Kosten in
der Direkthilfe und die leichte
Senkung der Kontakte gegenüber dem
Vorjahr liegt darin, dass bei
Familien zwar meist nur eine Person
der Familie, Mutter oder Vater,
Ansprechperson ist (bzw. bei einem
Hausbesuch nur ein Kontakt gezählt
wird). Die materielle Direkthilfe
ist bei einer Familie selbstredend
erheblich höher als bei einer
Einzelperson.
Die
betreuten Armutsbetroffenen haben
Wohnsitz in:

Sozioökonomische Situation der
betreuten Armutsbetroffenen:


Matronats- und
Patronatskomitee der IG Sozialhilfe
Folgende Persönlichkeiten
unterstützen die Tätigkeit der IG
Sozialhilfe:
Abt
Urs, dipl. Psychologe, Maur/ZH *
Baeriswyl Michel, Dr. phil.,
Kulturphilosoph, Sozialpsychologe,
Embrach/ZH * Bänziger-Müller
Suzanne, Schulleiterin, Rufi/ZH *
Beck-Kadima Muriel, lic. jur.,
Juristin, Menschenrechtsbeauftragte,
Ipsach/BE * Bolli Karl, Dr. med.,
Niederweningen/ZH * Bossart Rolf,
Redaktor Neue Wege, St. Gallen *
Bühlmann Cécile, Alt-Nationalrätin,
Luzern * de Baan Verena,
Supervisorin und
Organisationsberaterin, Zürich *
Etter Urs, Dr. theol., Männedorf/ZH
* Furrer Hans, Dr. phil.,
Erwachsenenbildner, Boll/BE *
Giovanelli-Blocher Judith, Autorin,
Supervisorin, Biel * Goll Christine,
Nationalrätin, Erwachsenenbildnerin,
Präsidentin VPOD, Zürich *
Grünenfelder Rico, lic. phil I,
Soziologe, Informatiker * Gubser
Yasmin, Rechtsanwältin, Zürich * Gyr
Christian, Umweltfachmann, dipl.
natw. ETH, Bottmingen, BL * Häner
Urs, Leiter Arbeitslosen-Treff,
Luzern * Hanhart Dieter, Dr. phil.,
Psychologe, Männedorf/ZH * Heusser
Pierre, Dr. iur., Rechtsanwalt,
Zürich * Huonker Renata, lic.phil.,
Pfarrerin, Zürich * Huonker Thomas,
Dr. phil., Historiker, Zürich *
Hurni-Caille Louisette,
Vorstandsmitglied der Schweiz.
Sektion „Défense des Enfants
International“, Bern * Jäggi
Christian, Dr. phil., Ethnologe,
Leiter Kommunikationsforschung
Meggen/LU * Jegge Jürg, Leiter
Märtplatz, Rorbas/ZH * Joos Yvonne,
Theologin, St. Gallen * Koller
Erwin, Dr. theol. Journalist, Uster
* Leuthard Esther, soz.-päd.
Familienbegleiterin,
Psychoanalytikerin, Zürich *
Lieberherr Nicole, Treuhänderin,
Opfikon * Mäder Ueli, Prof. Dr.,
Soziologe, Basel * Maggi Bruno,
prakt. Arzt, Zürich * Meili M., Dr.
med., Arzt, Zürich * Mezger Eva,
Journalistin, Zürich * Münch
Annelies, Sozialpädagogin, Prof.
Fachhochschule für Soziale Arbeit,
Basel * Näf Thomas, Präsident KABBA,
Ausbilder SVEB, Bern *
Nikol-Frutiger Hans, lic. phil.,
Theologe, Vizepräsident Caritas AG,
Zofingen * Oertle Daniel, Dr. med.
Zürich * Prelicz-Huber Katharina,
Nationalrätin, Dozentin für Soziale
Arbeit, Zürich * Ragaller Ina,
Rechtsanwältin, Zürich * Rechsteiner
Paul, Nationalrat, Präsident des
Schweiz. Gewerkschaftsbundes, St.
Gallen * Roth Marianne, PR
Beraterin, Zürich * Rumpf Bernhard,
Soziologe, Projektkoordinator,
Zürich * Schaub-Römer Christian, Dr.
med. Psychiater, Winterthur *
Schenkel Marianne, Ärztin, Zürich *
Schibli Franz, Theologe,
Sozialarbeiter, St. Gallen * Schmid
Regula, Pfarrerin, Horgen/ZH *
Schmidlin-Onofri Alois, dipl.
Sozialarbeiter, Schaffhausen *
Schöpfer Felix, Rechtsanwalt, Zürich
* Schwyn Christine, lic. Phil.,
Sozialpsychologin, Embrach/ZH *
Seidenberg André, Dr. med., Zürich *
Seiler Alexander J., Dr. phil.,
Filmautor und Publizist, Zürich *
Ŝimek David, Rechtsanwalt, Zürich *
Spiegel Miriam, Sozialarbeiterin,
Paar- und Familientherapeutin,
Zürich * Spieler Willy, Publizist,
Zürich * Spillmann Margrit, Dr. iur.
Juristin, Zürich * Spörri Dorothea,
Dozentin für Soziale Arbeit, Zürich
* Steiger-Sackmann Sabine,
Rechtsanwältin und Notarin, Olten *
Suter Tabita, M.A., lic. phil. I,
Philologin, Psychologin, Zürich *
Thanei Anita, lic. iur,
Rechtsanwältin, Nationalrätin,
Zürich * Tschaeppeler Roland,
Freienbach/SZ * Vischer Daniel, Dr.
iur., Rechtsanwalt, Nationalrat,
Zürich * Voss Christine, lic. phil.
I, Redaktorin * Wagner Antonin,
Professor, Zürich * Waldburger
Samuel, Psychoanalytiker, Zürich *
Wallimann Isidor, Dr. phil., Dozent,
Basel * Weidmann Afra, Schreibende,
Zürich * Weil Anjuska,
Kindergärtnerin, Alt-Kantonsrätin,
Zürich * Wicki Maja, Dr. phil.,
Philosophin, Psychoanalytikerin,
Zürich * Winizki David, Dr. med.,
Zürich * Wyss Kurt, Soziologe,
Zürich * Zanolari Oreste, Ingenieur,
Soziologe, Zürich * Zurbuchen
Christian, Pfarrer, Horgen/ZH *
Zurbuchen Susi, Mittelschullehrerin,
Horgen/ZH * Zürrer Hansheiri,
Theologe, Zürich.
Die IG Sozialhilfe ist ein parteipolitisch und konfessionell unabhängiger Verein, der klar auf der Seite der Armutsbetroffenen steht. Wir finanzieren uns ausschliesslich durch private Spenden. Ihre Spende können Sie von den Steuern abziehen. Spenden sind erbeten auf:
PC 80-47672-7
IG Sozialhilfe, Postfach, 8032 Zürich
